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Adif (ESP)

Travel 300 BL - Gepäckwagen für 19 spanische Bahnhöfe

Auf rund 3.000 Kilometern Streckenlänge rasen die schnittigen AVE-Hochgeschwindigkeitszüge (Alto Velocidad Española) mit einem Tempo von bis zu 330 km/h quer durch Spanien. Mit einer Reisezeit von 2,5 Stunden wird die Fahrt von Madrid ins über 600 Kilometer entfernte Barcelona so zum Katzensprung. Das zentrale Drehkreuz des AVE-Systems und der perfekte Ausgangspunkt für eine

Schienenkreuzfahrt ist der Madrider Bahnhof Puerta de Atocha. Weil sich hier die Verbindungen in jede Richtung treffen, wie nach Barcelona, Malaga, Sevilla und Valencia. Wanzl belieferte die Hochgeschwindigkeitsstationen in diesem Frühjahr mit Gepäcktransportwagen Travel 300 BL, sie machen das Reisen mit Koffer & Co. noch angenehmer.

Bahnfahren per Hochgeschwindigkeit ist in Spanien anders: Verspätungen? Zu 99 % so gut wie ausgeschlossen. Sie kommen höchstens einmal in drei Jahren vor. Und jeder Passagier, der mit dem AVE nur fünf Minuten zu spät am Ziel ankommt, hat Anspruch auf die komplette Erstattung der Fahrtkosten. Damit steht einer unbeschwerten Zugfahrt nichts mehr im Weg. Nachdem die kostenlosen Kopfhörer für das bordeigene Musikprogramm von den Stewardessen verteilt sind, wandert der Blick durch das Zugfenster hinaus über endlose Olivenhaine, wenn der AVE in Richtung des Reiseziels durch La Mancha schnurrt, der Heimat von Don Quijote. In Zentralspanien kann es im Sommer Temperaturen über 40° Celsius haben.

Im Zug ist das egal, die Abteile sind vollklimatisiert. 300 Hochgeschwindigkeitszüge sind täglich zwischen 80 spanischen Städten für bis zu 100.000 Passagiere pfeilschnell unterwegs. Das macht jährlich rund 23 Millionen Passagiere für die Highspeed-Züge. Auch das spanische Königspaar Felipe und Letizia nutzt schon mal den AVE für den schnellen Trip über die iberische Halbinsel und geht an Bord, wenn eine neue Verbindung eröffnet wird. Denn
schließlich ist der AVE die zweitschnellste Städteverbindung weltweit, nur in China geht’s noch rasanter.

In Edelstahlausführung stehen 1.150 Gepäcktransportwagen Travel 300 BL samt Sammel- und Reihenanfangsstationen seit Frühjahr 2016 für Zugreisende in ganz Spanien an 19 Bahnhöfen bereit. Die Edelstahl-Variante hält Wind, Wetter und salziger Meeresluft auf Jahre langlebig
stand. In Chargen von 20 bis 180 Stück lieferte die Wanzl Niederlassung Spanien die Gepäcktransportwagen innerhalb von zwei Monaten an jedes der von ADIF betriebenen Terminals aus. Inklusive individueller Nummerierung, Bedienungshinweisen und Infotafeln in je nach Region verschiedenen Sprachkombinationen, kundenspezifischen Piktogrammen und teils ausgestattet mit Fahrsteig-Rollen.

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»Diese logistische Herausforderung meisterten wir als Systemlieferant bis ins kleinste Detail mit Bravour«, sagt Edgar Pladellorens, Niederlassungsleiter Wanzl Spanien. AVE-Highspeed-Bahnhöfe gehörten zu den Lieferdestinationen. Ebenso wie Terminals der konventionellen Schiene für den Personenverkehr, darunter Pamplona, Cádiz, Algeciras, Almería und Salamanca. »Wanzl erhielt den Zuschlag, weil wir Transportspezialist fürs Gepäck sind mit erstklassigen Referenzen wie der britischen Network Rail, der Deutschen Bahn, Saudi Railways, Irish Rail und der finnischen VR Group.
Unsere Modelle Travel 300 und Voyager 3000 sind von der Deutschen Bahn zertifiziert als Gepäckwagen für Bahnhöfe.«

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